Bei chronischen Schmerzerkrankungen kommen kombinierte, sogenannte multimodale Behandlungsmethoden in unserem Zentrum zum Einsatz.

  • Entzugsbehandlung bei Medikamentenabhängigkeit
  • Pharmakotherapie mit Schmerzmedikamenten einschließlich Opioiden über Infusionstherapie mit Schmerzmedikamenten, Procain-Basen-Gemischen, muskellockernden Medikamenten
  • Applikation von Opioid-Pflastern
  • Auftragen von Salben, Tinkturen und kurzfristig einwirkenden, auf Folien befindliche Wirksubstanzen
  • Port-und Pumpensysteme
  • Therapeutische Lokal- und Leitungsanästhesien (Neuraltherapie)
  • Quellgasinjektionen
  • Stimulationstechniken –TENS, Mittelfrequenz, Ultraschall, Hochton
  • Sympathikusblockaden
  • Injektionen an Nervengeflechten
  • CT-und ultraschallgestützte Injektionen an der Wirbelsäule (Wirbelgelenke und Nervengeflechte)
  • Plexus- und rückenmarksnahe Anästhesien
  • Einsatz von Physikalischer Therapie, Ergotherapie, Podologie, Logopädie über die Heilmittelverordnung
  • Manuelle Medizin / Osteopathische Techniken

 

Ist der Schmerz über lange Zeit nicht reduzierbar, verändert sich das ganze Leben der Betroffenen. Es kommt zu Veränderungen des Schlafverhaltens, der Pflege des sozialen Lebens, der Stimmung, des Verhaltens, der Gedanken, der körperlichen Aktivität, die zu Verzweiflung, Grübelei, Ängsten und negativen Auswirkungen auf Beruf, Familie, Freunde und privates Umfeld führen. Wenn der Schmerz zum Zentrum des Lebens wird und sich bei kleinsten Veränderungen in der Bewegung, des Denkens und Fühlens verstärkt, ist es der Zeitpunkt in die Behandlung eine psychologische Schmerztherapie mit einzubinden.

 

Hier kommen folgende Therapieoptionen durch die Mitarbeit kooperierender Psychologen (m/w) zum Einsatz:

 

  • Übende Verfahren: PMR n. JACOBSON, Biofeedback, Autogenes Training
  • Psychologische Einzel-Gesprächsführung
  • Schmerzbewältigungstraining
  • Psychosomatische Grundversorgung
  • Gruppentherapie zur Krankheitsbewältigung bei Patienten mit bestimmten Schmerzsyndromen (z. B. Fibromyalgie, Rückenschmerzpatienten, Migräne / Kopfschmerz)

Begleittherapie

Im Rahmen der interdisziplinären Betreuung durch die kooperierenden Fachrichtungen sind folgende Begleittherapien möglich:

  • Optimierung von Blutdruckwerten bei arteriellem Hypertonus
  • Optimierung der BZ-Werte bei Diabetes mellitus
  • Gewichtsreduktion unter diätetischer Führung adipöser Patienten
  • Ernährungsberatung zur Optimierung des Säuren-Basen-Haushaltes
  • Einstellung auf CIPAP- Geräten bei Schlafapnoe
  • Therapie bei Atemwegserkrankungen (Physikalische und medikamentöse Therapie)
  • Ernährungsberatung allgemein
  • Therapie von Hauterkrankungen
  • Zusatzmedikationseinstellung bei weiteren Erkrankungen aus z. B. Neurologie, Rheumatologie